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Zur Seminarreihe: „Erfolgsfaktor Widerstandskraft”

Ulrich Puntigam | 29.01.2018

Im Beruf gehört „Stress” zum alltäglichen Empfinden. Nicht alle Arbeitnehmer kommen damit gleich gut zurecht. Wer jedoch ausreichend Widerstandskraft entwickelt und seine Grenzen nach außen verteidigt, wird seine „Stärken” besser für sich nutzen und wappnet sich gegen zukünftige Krisen.

Warum überstehen manche Menschen Schicksalsschläge und Krisen oder beruflich anstrengende Phasen, während bei anderen die Leistungsfähigkeit abnimmt? Warum arbeiten die einen leidenschaftlich 60 Stunden die Woche, während andere an einem Burn-Out scheitern? „Das liegt an der unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeit zur Resilienz,” erklärt der Organisationsberater Markus Ried den Teilnehmern der neuen CONOUT-Seminarreihe „Erfolgsfaktor Widerstandskraft”. „Psychische Widerstandskraft lässt einen Menschen Krisen als Chancen begreifen. Sie ist geprägt von einer positiven Lebenseinstellung und  kraftspendenden Quellen außerhalb des Berufs, die Gelassenheit und Selbstsicherheit bewirken.”
 
Darum geht es im Kern: Die Widerstandstandkraft einzelner Mitarbeiter zu wecken und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie alltägliche Probleme und Herausforderungen besser abwehren – anstatt den unnötigen Frust in sich „hineinzufressen”. Diese Kraft des Widerstands bezeichnen Psychologen als Resilienz. Doch was ist mit dem Begriff genau gemeint?
 
Allgemein formuliert meint die psychische Widerstandskraft die Fähigkeit, sich anzupassen und mit schwierigen Situationen fertigzuwerden. Auf einer tieferen Ebene, so Ried, verhält es sich etwas differenzierter: „Die psychische Widerstandskraft ist Teil eines komplexen Mechanismus, bei dem auch andere Faktoren, wie zum Beispiel die Einstellung, die wir gegenüber eines Problemes einnehmen, eine Rolle spielen.” Die individuelle Einstellung sei überhaupt der maßgebliche Grund dafür, warum manche Personen Konflikte, Krisen und schwierige Situationen besser „aushalten” als andere.
 

Ressourcenorientiertes Arbeiten

 
Doch es geht noch weiter: Studien haben gezeigt, dass nicht nur „weiche Faktoren” wie Persönlichkeit, Humor und eine positive Lebenseinstellung Einfluss auf die Resilienz des Menschen haben, sondern auch „harte Faktoren” – wie etwa Gene und Umwelt. Stellt sich die Frage: Kann man Widerstandskraft trainieren? Und wenn ja, wie?
 
Der Organisationsberater und Coach Markus Ried arbeitet in den zweitägigen Workshops seiner Seminarreihe „Erfolgsfaktor Widerstandskraft“ rein ressourcenorientiert. Ressourcenorientiertes Arbeiten konzentriert sich immer auf bereits bestehende Stärken im Menschen, die es auszubauen und zu fördern gilt. Diese Methodik stellt somit den Gegenpol dar zum potenzialorientierten Arbeiten, wo es mehr darum geht, Schwächen wegzubringen.
 
Resilienz
Diese sieben Säulen der Resilienz sind ein geläufiges Modell zur Förderung der  Widerstandskraft. Sie zielen darauf ab, eine positive Weltsicht und ein positives Selbstbild zu entwickeln. Quelle: Redaktion CONOUT
 
 
In diesem Sinne ist der Titel der Seminarreihe wörtlich zu verstehen, oder wie Ried sagt: „Im Grunde geht es darum, Dinge die uns Spaß machen und die uns positive Energie bringen, stärker zu nutzen. Umgekehrt müssen die Teilnehmer lernen, Dinge, die sie als anstrengend oder stressig empfinden, zu meiden. Das ist im Berufsalltag freilich nicht immer möglich, aber selbst dann können wir lernen, entspannt damit umzugehen.”
 

Seelisch robuste Menschen

 
Grundsätzlich berührt das Seminar Themenfelder, die im Beruf, aber auch im Privatleben große Bedeutung haben (sollten). Ein wiederkehrendes Muster ist dem Organisationsberater Ried bereits aufgefallen. In den Gesprächen mit den Seminarteilnehmern kristallisiert sich oft heraus, dass Freizeitaktivitäten, die früher selbstverständlich waren – Sport, Hobbys, Bekannte treffen, etc. – dem (Aber-)Glauben geopfert wurden, es ginge nicht mehr, jetzt da Familie und Beruf so viel Zeit beanspruchten.
 
„Ein soziales Umfeld, genügend eigener, aktiver Handlungsspielraum, aber auch die Fähigkeit, Situationen zu akzeptieren und anzunehmen – das ist im Kern, worauf es wirklich ankommt,” so Ried. „Gleichzeitig bedeutet Resilienz keinesfalls, unverletzlich oder niemals verzweifelt zu sein.”
 
Was Resilienz wirklich auszeichnet, seien Ried zu Folge seelisch robuste Menschen, die eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung haben. Also Menschen, die an die Wirksamkeit ihrer Handlungen glauben. Die ihren Erfolg ihrem Können zuschreiben, ihren Misserfolg dem Zufall. Die gut gegen Krisen gewappnet sind, da ihr Selbstwert nicht an Erfolge gekoppelt ist. Die Menschen meiden, die ihnen nicht gut tun. Die sich realistische Ziele setzen und bei Chancen eifrig zupacken. Die Schwierigkeiten eher als Herausforderungen sehen und die Opferrolle schneller aufgeben. Und natürlich Menschen, die rechtzeitig nach Hilfe fragen. 
 
„All das kann man auch als Erwachsener noch lernen, sollte man sogar”, sagt Ried, „denn eine gesunde Portion Widerstandskraft ist für das Berufsleben genauso elementar wie für das private Leben.”
 
 

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